Review zu ‚Star Wars: Rebels‘ ‚Funke der Rebellion‘ und ‚Gefährliche Ware‘

Veröffentlicht: 19. Oktober 2014 von mateschrank in Clone Wars, John Williams, Kevin Kiner, Lucas, Lucasfilm, Star Wars, Star Wars Rebels

Seit neuestem läuft die neue ‚Star Wars‘-Serie ‚Star Wars: Rebels‘. Was erst wirkte, als wolle Disney ‚Star Wars: Clone Wars‘ einfach auf seinen eigenen Kanälen (ABC, DisneyXD und Disney Channel) fortführen, entpuppte sich als etwas ganz anderes. Sowohl hinter den Kulissen als auch in der Substanz ist die Serie etwas eigenes. Hinter den Kulissen bei ‚Star Wars: Clone Wars‘ hatte George Lucas das Sagen. In der Story-Group entschieden Lucas und sein Lucasfilm-Animated-Ziehsohn Dave Filoni alles. Die Beziehung von beiden war sogar so harmonisch, dass Filoni manchmal die Sätze beendete, die Lucas begonnen hatte. ‚Clone Wars‘ war das persönliche Lieblingsprojekt von Lucas und wenn es sein musste, schoss er Geld dazu, damit aus den Folgen auch etwas wurde. Doch Lucas hatte auch eine Einschränkung gemacht, die nahezu dauerhaft galt: Die Musik von Kevin Kiner durfte nicht die Melodien von Williams wiederbenutzen. ‚Clone Wars‘ sollte etwas eigenes sein.

Doch nun ist alles anders. ‚Rebels‘ hat nur das Budget einer normalen Disney-Serie und wirkt wesentlich schlechter animiert als ‚Clone Wars‘. George Lucas spielt keine Rolle mehr und Filoni ist eingebunden in die größere Story-Group unter Pablo Hidalgo, der als lebendes ‚Star Wars‘-Lexikon gilt. Kiner darf unter der neuen Regie auch alle Themen von Williams nutzen und das bringt schon wesentlich mehr ‚Star Wars‘-Feeling mit rein.

Die Serie ist durchaus kindergerecht. Vietnamkriegs-Folgen wie der Umbara-Story-Arc oder das reihenweise Köpfeabschlagen von Darth Maul in der fünften Staffel von ‚Clone Wars‘ scheinen nicht mehr möglich zu sein. Doch Story-Elemente wie explodierendes Graffiti-Spray, gegen Rebellen hilflose Sternenzerstörer, stets wackelnde Charaktere (es soll wohl Mimik und Gestik sein, wirkt aber vollkommen übertrieben) und Sturmtruppler, die kein einziges Ziel treffen lassen, lassen die Serie ziemlich „kiddyfied“ erscheinen.

Doch wenn man all diese Makel akzeptiert, dann macht die Serie durchaus etwas Spaß. Im Gegensatz zu ‚Clone Wars‘ gibt es eine die Staffeln überspannende Geschichte. Die Charaktere können sich entwickeln und das merkt man schon nach 60 Minuten Laufzeit. Was oft an der Prequel-Trilogie kritisiert wurde, wurde auch schon in ‚Rebels‘ geradegebügelt: Das Schicksal der einfachen Menschen. Während die ‚Star Wars‘-Episoden eins bis drei nur Politiker zeigten, erfahren wir in ‚Rebels‘, wie es den normalen Bürgern des Imperiums ergeht. Egal ob genozidale Massaker an den Lasat, die getöteten Eltern von Ezra und Sabine oder die ausgestoßenen Bewohner von Tarkin-Town – den Zuschauern wird bewusst, was es heißt, unter dem Imperium zu leben.

Der Fokus des ‚Star Wars‘-Universums verschiebt sich somit von der Prequel-Trilogie wieder hin zur klassischen. Das macht Lust auf die neue Trilogie, die mit den alten Recken beginnt und die neuen Helden einführt.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s