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Stargate-SG:1-Staffel-1-Recap

Veröffentlicht: 28. Februar 2018 von mateschrank in Star Trek, Stargate

Durch das interessante Angebot von Stargate Command habe ich angefangen, die Serie ‚Stargate SG:1‘ von Anfang an zu schauen. Als Jugendlicher hatte ich mal einzelne Folgen dieser Serie gesehen, hielt sie für eine nicht so gute Sci-Fi-Action-Serie und steckte nie tief in dem Universum drin. Von dem ersten Spin-Off ‚Stargate Atlantis‘ sah ich nie auch nur eine einzige Folge, von der Animationsserie ‚Stargate Infinity‘ hörte ich nie etwas und das zweite Realserien-Spin-Off ‚Stargate Universe‘ fing ich einst an, doch schaute die Serie nicht lange.

‚Stargate SG:1‘ wurde von MGM Television produziert, im kanadischen Bundesstaat British Columbia gedreht und startete 1997 auf dem US-Pay-TV-Sender Showtime (unter anderem heutzutage bekannt für Serien wie ‚Californication‘, ‚Homeland‘ und ‚Ray Donovan‘). Während ich dachte, dass es unmittelbar an den Roland-Emmerich-Film ‚Stargate‘ aus dem Jahr 1994 anschließen würde, war dem nicht so. Die Serie, in Deutschland hieß sie ‚Stargate: Kommando SG-1‘, spielt in einem Paralleluniversum des eigentlichen Spielfilms und das erkennt man an vielen Kleinigkeiten (abgesehen von den anderen Schauspielern). Kurt Russells Charakter in dem Spielfilm hieß Jonathan „Jack“ O’Neil und Richard Dean Andersons Figur in der Serie heißt Jonathan „Jack“ O’Neil, mit zwei L am Ende. French Stewarts Rolle im Film hieß Lieutenant Louis Ferretti und in der Serie spielte Brent Stait Major Louis Ferretti (anderer Dienstgrad). Aus der Frau von Daniel Jacksons wurde Sha’re (von Sha’uri), O’Neills Ehefrau Sarah (anstatt Sara) und der Sohn hieß nicht mehr Tyler, sondern Charlie – die wohl deutlichste Änderung. Trotz alledem kann man die Serie schauen und sich einfach vorstellen, dass sie in dem gleichen Universum wie der Roland-Emmerich-Film spielt.

In den 1990er Jahren funktionierte das Internet noch etwas anders und Webseiten wählte man unter folgender Adresszeile an:
file:///c:/http/www/ancient/eternal/hathor.html

Schon der Pilot steigt stark ein, präsentiert die Charaktere und eröffnet mehrere Handlungsstränge, die im Verlauf der ersten Staffel immer wieder aufgegriffen werden. Bereits früh wird etabliert, dass das Kommando SG-1 auch einen Forschungsauftrag hat und so tritt das vierköpfige Team jede Folge in das Sternentor ein und kommt auf einem neuen Planeten heraus, der dann erforscht werden kann. In diesem Bezug ist ‚Stargate SG:1‘ dann klassischem ‚Star Trek‘ viel näher als andere Science-Fiction-Serien (oder gar ‚Star Trek: Discovery‘).

Die erste Staffel hat dann auch viele verschiedene Planeten und Szenarien zu bieten, bei denen mal mehr oder mal weniger interessante Sci-Fi-Geschichten erzählt werden. Zu den Highlights der ersten Staffel zählen eindeutig ‚The Torment of Tantalus‘, ‚The First Commandment‘, ‚ Singularity‘ und ‚There But for the Grace of God‘. Zu den eher weniger guten Folgen wiederum ‚Emancipation‘, ‚Tin Man‘, ‚The First Commandment‘ und ‚Fire and Water‘ – der absoluter Tiefpunkt wiederum war ‚Hathor‘. Generell war das Niveau aber ziemlich hoch und selbst die „Clip Show“ ‚Politics‘ hat einen interessanten Spin mit einem christlich-fundamentalistischen Politiker, der das Sternentor begraben wollte (gespielt von Ronny Cox).

In der ersten Staffel trifft das Kommando SG-1 auf einen Planeten voller Mongolen, einen Wikinger-Planeten und auf einen Planeten ähnlich den Griechen des Altertums. Mittels interessant eingesetzter Tricktechnik und einigen „Bottle Shows“ in gebauten Studiokulissen wurden viele interessante Planeten mit einigen interessanten Szenarien etabliert.

Zur Begleitung der Seire hörte ich nach einer jeden Folge eine Ausgabe des Podcasts ‚There’s No Place Like Terra‘. In diesem Podcast gehen Nixie and Grace die gesamte Serie Folge für Folge durch, wobei eine von beiden das gesamte Universum bereits kennt und die andere neu eingeführt wird. Der Podcast ist durchaus empfehlenswert – genau wie die erste Folge des Podcasts ‚Unjustly Maligned‘, in welchem es allgemein um die ersten Staffeln von ‚Stargate: Kommando SG-1‘ geht.

Alles in allem war die erste Staffel der ersten Serie zum sagenumwobenen Sternentor eine tolle Sci-Fi-Erfahrung und mit großem Interesse werde ich die Serie weiterverfolgen (auch wenn ich bei ‚Unjustly Maligned‘ gehört habe, dass sie später ihren Charakter grundlegend verändert).

Bei amazon gibt es die erste Staffel in englischer Sprache auf DVD. Man kann auch die gleiche Serie kaufen (auch in einer Spezialversion verfügbar). Oder man schlägt erst einmal nur bei der Pilotfolge zu – oder die Pilotfolge kombiniert mit dem Kinofilm.

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