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Nach den Upfronts ist er nun endlich da: Der erste richtige Trailer zur neuen Serie ‚Star Trek: Discovery‘, welche im Herbst in den USA auf dem Streaming-Portal CBS All Access erscheint und unter anderem in Westeuropa auf Netflix. Zuerst zu den positiven Aspekten: Die Ära, in welcher die Serie spielt, gefällt mir prinzipiell – ebenso mag ich Geschichten, in denen Klingon, Romulaner und Vulkanier große Rollen spielen. Im Mittelpunkt des Trailer stehen zwei Frauen, was auch mal eine schöne Abwechslung ist. Der Umstand, dass sie in Jordanien für die Vulkan-Szenen gedreht haben zahlt sich auch aus und schön ist, dass sie am Rande des Föderationsraums sind und es anscheinend ein schön anzusehendes Phänomen im Weltraum gibt, welches sie hoffentlich erforschen werden. Außerdem hat CBS angekündigt, dass die erste Staffel der Serie nun 15 und nicht nur 13 Folgen hat.

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Nun zu den negativen Seiten: Die erschaffene Welt sieht überhaupt nicht danach aus, als wenn sie 90 Jahre nach ‚Star Trek: Enterprise‘ und zehn Jahre vor der Originalserie spielt. Die Musik überzeugt gar nicht, die Spezialeffekte nicht durchgehend und das Abenteuer- und Konflikt-Gelaber auch nicht. Die Klingonen sehen wieder ganz anders aus, obwohl in ‚Star Trek: Enterprise‘ mit der Augment-Seuche erklärt wurde, wieso die Klingonen zu dieser Zeit anders aussehen würden und nicht ihre berühmte Stirnwulst haben würden. Das Gesamtpaket des Trailer macht wenig Lust auf die Serie insgesamt (obwohl ich sie mir trotz alledem anschauen werde).

Zu den negativen Aspekten hinzu kommen die Merkwürdigkeiten: Im gesamten Trailer sieht man kein einziges Mal das namensgebende Schiff Discovery (sondern lediglich die U.S.S. Shenzhou). Obwohl in der IMDb der großartige Schauspieler Jason Isaacs (u.a. der Inquisitor in ‚Star Wars: Rebels‘, Major Mellitz in ‚Windtalkers‘ und Steele in ‚Black Hawk Down‘) als erster Schauspieler der Serie gelistet wird, taucht er in diesem Trailer ebenso nicht auf.

Nach dem quasi verpassten 50. Geburtstag des ‚Star Trek‘-Universums, der katastrophalen PR-Kampagne um die Serie und zuletzt einigen sehr schrägen Nachrichten reiht sich dieser Trailer in das bisher stattfindende CBS-Chaos ein. Hoffen wir, dass das nur Startschwierigkeiten sind und die endgültige Serie all unsere Erwartungen toppt. Aber beruhigt bin ich gerade nicht…

Ist das die Titelmelodie zu Star Trek: Discovery?

Veröffentlicht: 11. Januar 2017 von mateschrank in Uncategorized

Der französische Komponist Charles-Henri Avelange hat auf seiner Homepage einen von ihm selbst komponierten Song mit dem Titel ‚The Final Frontier’ veröffentlicht. Auf Nachfrage erklärte Avelange auf Twitter, dass das aufgenommene Stück eine Bewerbung („Showcase“) für den US-Fernsehsender CBS sei. Außerdem twitterte Avelange, dass er – kombiniert mit dem Hashtag #StarTrekDiscovery – die Möglichkeiten des Jahres 2017 mit großer Freude erwarten würde und in Bezug auf seine CBS-Bewerbung noch nichts endgültig gesagt werden kann. Der 1982 im südfranzösischen Fréjus geborene Komponist hat bisher vor allem die Scores für Fernsehserien und B-Movies wie ‚Starship: Rising’, ‚Six Gun Savior’ und den Weihnachtskinderfilm ‚Jingle & Bell’s Christmas Star’ komponiert. Einem größeren Publikum dürfte Avelange bisher nicht bekannt sein.

Bisher hatte sich auf Twitter lediglich der Komponist Chad Seiter (auf Nachfrage des Autors) bereit erklärt, für ‚Star Trek: Discovery’ komponieren zu wollen. Seiter hatte 2009 zusätzliche Kompositionen für den von Michael Giacchino komponierten Score des Kinofilms ‚Star Trek’ geleitet. Das Gleiche machte er beim Soundtrack des Minispiels ‚Star Trek DAC’ und komponierte 2013 den Score für das Action-Adventure ‚Star Trek: The Video Game’. Seiter twitterte darüber hinaus, dass der Job des Komponisten für ‚Star Trek: Discovery’ für ihn ein Traumjob und eine große Ehre sein würde.

Weiterhin ist über die Serie wenig bekannt. Nach dem Ausstieg des Serienentwicklers Bryan Fuller wurden zuletzt ein paar der Schauspielerinnen und Schauspieler bekannt gegeben und CBS veröffentliche ein 360°-Video auf YouTube, welches aber keinerlei Rückschlüsse auf die Story der im Mai erscheinenden Serie zulässt. Für letzteres Video benutzte der US-Fernsehsender 3D-Modelle des deutschen Computer-Animatoren Tobias Richter (The Light Works).

Erschienen auf treknews.de am 07.01.2017.

Der beste ‚Star Wars‘-Film seit 36 Jahren!

Veröffentlicht: 19. Dezember 2016 von mateschrank in Uncategorized
Viel wurde über ‚Star Wars: Rogue One‘ geschrieben und erzählt lange bevor der Film rauskam. Auch noch kurz vorher gab es dramatische Nachrichten, als bekannt wurde, dass Tony Gilroy (Autor von ‚Die Bourne-Identität‘, ‚Michael Clayton‘ und ‚State of Play‘) quasi in den letzten Monaten der Produktion nicht nur neuer Drehbuchautor, sondern auch neuer Cutter und der Regisseur der nachgedrehten Szenen geworden ist. Das ganze Ausmaß der Neuorganisation des Filmes wurde bekannt, als zwei Monate vor der Veröffentlichung des Films der Komponist ausgetauscht wurde – Alexandre Desolat (‚Godzilla‘) ging und mit Michael Giacchino (‚Star Trek 11‘, ‚Star Trek Beyond‘ und ‚Jurassic World‘) übernahm ein profilierter Epik-Künstler spontan das Ruder. Das Ergebnis dieses Kuddelmuddels hinter den Kulissen kann sich jedoch sehen lassen: ‚Star Wars: Rogue One‘ ist der beste Film des von George Lucas erschaffenen Universums seit 36 Jahren.
Der Film ist bei weitem nicht perfekt: Die Motion-Capture-Technologie, welche für Tarkin und Prinzessin Leia eingesetzt wurde, ist noch nicht perfekt und wirkte nur teilweise (Tarkin) oder gar nicht (Leia) überzeugend. Der Score von Giacchino ist leider etwas mau und reicht bei weitem nicht an seine besten Werke heran. Einige Special-Effects waren nicht überzeugend (z.B. die der Mon Calamari). Einige Zufälle waren etwas konstruiert, bei der Diversity in der zweiten Reihe haben sie etwas gespart, es kamen insgesamt ziemlich wenig Aliens vor und auf der Charakterebene ist der Film teilweise etwas schwach.
Aber die Plus-Aspekte überwiegen – bei weitem! Es war eine frische, originelle Story (im Gegensatz zu ‚Star Wars: The Force Awakens‘) mit vielen unbekannten neuen Welten, wahre Emotionen (einige sehr komische Momente und teilweise wirklich traurige Teile), sinnvolle Erweiterungen des Universums (wie z.B. die Wächter der Tempel) und eine epische Weltraumschlacht, wie wir sie noch nicht gesehen haben. ‚Star Wars: Rogue One‘ ist wirklich der beste ‚Star Wars‘-Film seit 36 Jahren!

‚Star Trek‘-Vorträge

Veröffentlicht: 12. Oktober 2016 von mateschrank in Uncategorized

Seit mittlerweile vier Jahren halte ich immer wieder Vorträge zu verschiedenen Themen rund um ‚Star Trek‘. Bisher habe ich nur zwei Themen (einmal habe ich beide kombiniert), aber das muss ja nicht so bleiben. Auf Anfragen zu dem Thema freue ich mich jederzeit. Das waren meine bisherigen Vorträge:

Konfliktlösungsstrategien in Star Trek im Wandel der Zeit – Von der Vision des Friedens zu einer Sci-Fi-Actionserie, im Rahmen der Filmreihe “(Anti-)Kriegsfilme?” des FSR Military Studies, 23.05.2012.

‚Star Trek‘ – Eine sozialistische Vision?, im Rahmen der Reihe Montagskultur des AStA der Uni Potsdam, im Format ‚Politische Nerdnight‘ (#3), 15.04.2013.

‚Star Trek‘ – Eine sozialistische Vision?, im Waschhaus Potsdam am 01.08.2013.

Konfliktlösungsmechanismen in ‚Star Trek‘, im Waschhaus Potsdam am 02.08.2013.

Frieden und Sozialismus – Konfliktlösungsmechanismen und Gesellschaftskonzeptionen in ‚Star Trek‘, auf dem Friedensfest in Strausberg am 14.09.2015.

‚Star Trek‘ – Eine sozialistische Vision?, im Rahmen der Reihe ‚Kultur konkret‘ der Naturfreunde Berlin, 23.05.2016.

Konfliktlösungsmechanismen in ‚Star Trek‘, im Rahmen der Reihe ‚Kultur konkret‘ der Naturfreunde Berlin, 27.06.2016.

Die Zeichen mehren sich, dass sich CBS vollständig von dem gemeinsam mit Paramount initiierten Projekt eines kombinierten ‚Star Trek‘-Universums unter der Aufsicht von Bad Robot, der Produktionsfirma von J.J. Abrams, entfernt und wieder eigene Wege geht – zurück zum alten ‚Star Trek‘. Nach der Spaltung Viacoms in das neue Viacom und den in CBS umbenannten Altkonzern im Jahre 2005, zerfielen die Rechte an ‚Star Trek‘ auf zwei verschiedene Großkonzerne. Durch den kreativen und kommerziellen Flop von ‚Star Trek: Nemesis‘ und das (viel zu frühe) Absetzen von ‚Star Trek: Enterprise‘ schien das Franchise eh am Boden, doch nun wurde es noch schwieriger, irgendwelche Fortsetzungen in die Wege zu leiten. Der damalige Paramount-Chef Gail Berman überzeugte die CBS-Oberen auf eine neue Trek-Serie zu verzichten, um neue Wege im Filmuniversum zu gehen. Die beiden Konzerne schlossen daraufhin mit Bad Robot einen Vertrag, der die Lizenzen in die Hände von J.J. Abrams legte und diesem das Recht gab, drei Kinofilme, mehrere Serien, diverse Videospiele und noch dazu verschiedene Comic-Reihen zu schaffen (eigentlich wurde der Vertrag nur zwischen Paramount und Bad Robot geschlossen, aber CBS war indirekt involviert – über die Lizenzen). Abrams erhielt sogar das Recht zum „Final Cut“, ein Privileg, welches nicht viele Regisseure in Hollywood haben.

Der erste Film und der Startpunkt des neuen Universums war der Streifen ‚Star Trek: Die Zukunft hat begonnen‘ (so wurde er meist in Deutschland beworben, auch wenn Abrams anmaßend ihn einfach nur ‚Star Trek‘ genannt hatte) aus dem Jahr 2009. Mit quasi nicht-vorhandenden Frauenrollen, dem Ausbleiben des Verständnisses für die Philosophie von Gene Roddenberry, einer mittelmäßigen Story, einem sehr guten und passenden Cast und einem grandiosen Score gelang Abrams und dem Team von Bad Robot ein durchwachsener Start in das neue Universum. Kommerziell war der Film ziemlich erfolgreich und das Gespann aus Paramount und Bad Robot machte sich daran, weitere Filme zu drehen. Doch trotz alledem geriet fortan das gesamte Abramstrek-Projekt ins Trudeln.

Zunächst verlangte Abrams von CBS, dass der Konzern den Verkauf von Alt-‚Star Trek‘-Produkten (vor allem Bücher, Comics, Kartenspiele und diverses Merchandise) einstellen solle. Das neue Abramstrek sei das einzig wahre ‚Star Trek‘, soll der Regisseur und Produzent zu dieser Gelegenheit gesagt haben. Doch die Oberen im CBS-Konzern sahen das nicht ein und verkauften weiterhin ihre Lizenprodukte, da diese eine zwar niedrige aber konstante Einnahmequelle war. Dies führte zur Parallelität von altem und neuem Trek.

Die Comic-Reihe der Abrams-Gang startete okay, entwickelte sich jedoch schnell zu reinem Mittelmaß. Gerüchte über eine neue Trek-Serie tauchten immer wieder auf, wurden jedoch nie konkret. Mit dem Computerspiel ‚Star Trek: The Video Game‘ (ein Titel, der wieder die Anmaßung Abrams‘ im Namen trug) brachte das kanadische Studio Digital Extremes ein äußerst ambitioniertes Projekt mit der Abramstrek-Lizenz auf den Weg. Im englischsprachigen Original waren alle Schauspieler der neuen Filme als Synchronsprecher angeheuert. Das Spiel konnte jedoch überhaupt nicht überzeugen. Die Grafik reichte nicht über Spiele wie ‚Star Trek Voyager: Elite Force‘ hinaus und selbst der grandiose Score von Chad Seiter (der gegenüber dem Mateschrank bestätigte, gerne mal zum Trek-Franchise wiederkommen zu wollen) konnte das Spiel nicht retten. Es endete als Desaster.

Doch dabei sollte es nicht bleiben: Im Jahr 2013 erschien mit ‚Star Trek Into Darkness‘ der zwölfte Kinofilm des Trek-Franchises. Die Frauenrollen sind katastrophal, die politische und philosophische Botschaft platt wie aus einer Zeichentrickserie, die Handlung zerfällt nach einer halben Stunde, das große Mysterium zündete überhaupt nicht und selbst der Score von Michael Giacchino konnte nicht überzeugen. Konsequenterweise floppte das kreative Desaster auch relativ an den Kinokassen und konnte die Paramount-Zielmarken nicht erreichen (selbstverständlich spielte der Film sehr viel Geld ein, doch das Rechnen der Anzugträger in Hollywood läuft etwas anders). Zu allem Überfluss machte Abrams selbst das verkorkste Videospiel teilweise für sein Desaster verantwortlich. Ein schlechter Verlierer halt.

Das Abramstrek-Abenteuer stand damit fünf Jahre nach seinem Start vor einem Scherbenhaufen: Das Videospiel war total gefloppt, die Comic-Reihe dümpelte vor sich hin, der aktuelle Film verprellte das Fandom und erreichte nicht die von den Anzugträgern gesetzten Marken und eine weitere Serie schien nicht in Sicht. Darüberhinaus entwickelte Abrams gemeinsam mit Bad Robot eine Sci-Fi-Serie mit dem beliebten ‚Star Trek‘-Darsteller Karl Urban. Doch es war kein Abramstrek-Produkt: ‚Almost Human‘ startete im November 2013 auf dem CBS-Konkurrenzsender FOX. Das Tuch schien zerrissen. Abrams selbst floh zu Disney und Lucasfilm, um weiterhin eine Schneise der Verwüstung durch die popkulturelle Landschaft zu schlagen und mit ‚Star Wars: The Force Awakens‘ einen Film herauszubringen, der größtenteils ohne Skript ausgekommen zu sein scheint.

Fortan wagte sich CBS etwas aus der Deckung und zeigte immer weniger Respekt vor dem gemeinsamen Deal mit Bad Robot. Im Mai 2015 erschien mit ‚Trexels‘ ein Spiel für mobile Endgeräte, welches ein wenig altes Trek-Flair mit sich brachte. Im November desselben Jahres kündigte startrek.com dann endlich an, dass es eine neue ‚Star Trek‘-Serie geben würde. Diese stünde in keinem Zusammenhang zu dem neuesten Abramstrek-Film ‚Star Trek Beyond’/’Beyond Star Trek‘. Ob die Serie überhaupt im Zusammenhang mit dem Abramsverse steht, ist bisher ungeklärt. Während sich viele Fans Gedanken wegen der eigenartigen Veröffentlichungsweise auf dem CBS-Portal All Access machten, bleiben die weiteren Details der Veröffentlichung meist unbeachtet: Mit Alex Kurtzman wird zwar ein Mitglied der Abrams-Gang der Showrunner, jedoch nicht mit Bad Robot als Produktionsfirma, sondern mit seiner eigenen Firma Secret Hideout. Und das, obwohl erstere Firma nicht nur Sci-Fi-Erfahrung mit ‚Almost Human‘ hat, sondern bereits auf 18 Jahre TV-Produktionserfahrung zurückblicken kann. Es schien, als sei Kurtzmann das letzte Überbleibsel des BadRobot-Deals und quasi nur noch als Abfindung für Abrams und seine Mannen dabei.

Im Dezember 2015 schnellte dann noch das deutsche Fandom hochfreudig aus den Sitzen, als startrek.de ein erstes angebliches Poster der neuen ‚Star Trek‘-Serie von CBS brachte – mit einem Schiff der Sovereign-Klasse, also aus dem „klassischen“ Trek-Universum. Die neue CBS-Serie soll den Namen ‚Star Trek Prime‘ tragen, eine eindeutige Anspielung auf das Prime-Universum, wie das klassische Trek-Universum vor Abrams genannt wurde. Später zog startrek.de das Poster zurück und damit auch die Anerkennung der Echtheit, doch wie es dazu kam, dass solch eine Meldung auf startrek.de veröffentlicht wurde, bleibt schleierhaft.

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In das neue Jahr startete CBS dann mit zwei Apps für mobile Endgeräte, die nun wieder keinen Bezug zum Abramstrek-Universum haben. Auf der einen Seite ist da das Point-and-Click-Adventure ‚Star Trek Timelines‘ von der Spieleschmiede Disruptor Beam und auf der anderen Seite ‚Star Trek: Wrath of Gems‘ von Genera. Letzteres Spiel gibt dem Spieler die Auswahl zwischen dem TOS- und dem TNG-Universum, entpuppt sich dann aber schnell als einfacher ‚Candy Crush‘-Klon. Dieser ist war nett animiert, was den Trek-Bezug angeht, ist sonst aber nicht besonders kreativ.

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Auf der anderen Seite steht da ‚Star Trek Timelines‘, welches durch eine komplizierte Handlung krampfhaft versucht, alle Serien und Filme vor Abrams mit Hilfe der im Trek-Fandom beliebten Figur Q zusammenzuführen.

Das Spiel ist toll animiert und mit schönen Zeichnungen versehen, leidet im Deutschen jedoch dadrunter, dass es nicht vollständig oder – sollte dies vollständig sein – mit einem Standard unter Google Translate übersetzt wurde.

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IMG_0903Trotz alledem positionieren sich die Entwickler auch inhaltlich und philosophisch jenseits der Abrams-Gang und betonen, dass sie mit ihrem Spiel eine Trek-Vision transportieren wollen, die einen Zukunftoptimismus mit sich bringt, den Glauben in Fortschritt und Gleichheit stärkt und die Liebe zum Entdecken initiiert. Das steht in scharfem Gegensatz zu den Abramstrek-Filmen, die von dem Team von ‚This Week in Trek‘ zurecht als „Enterprise Destruction Porn“ bezeichnet wurden.

Alles in allem gehen vermehrt durch solche Veröffentlichungen kleine – aber immerhin – Signale von CBS (bzw. in ersterem Fall CBS All Access und in letzterem Fall von der CBS-Tocher CBS Interactive) aus, dass sich der Mediengroßkonzern von Bad Robot distanziert und damit vielleicht das Ende von Abramstrek einläutet.

Die Abrams-Gang und Paramount wiederum trudeln weiter von einem Desaster zum anderen. Zunächst sprang der talentfreie Neocon-Drehbuchautor Bob Orci von dem Projekt ab und die Studiobosse verhinderten, dass kommende Drehbuchautoren seine Entwürfe weiterbenutzen dürfen. Für Simon Pegg, der nach Orcis dubiosem Abgang seinen Job als Drehbuchautor übernahm, blieb realistischerweise nicht genug Zeit, ein ordentliches Skript zu schreiben – das Veröffentlichungsdatum musste nämlich im Jubiläumgsjahr 2016 bleiben. Dann beweisen Bad Robot und Paramount im Kampf um die Herzen der Trekkies, dass sie nichts von der bisherigen Kritik aus dem Fandom verstanden haben und veröffentlichen einen Trailer, der zurecht mit dem Satz endet „Okay, das machen wir nicht nochmal!“ Schon 2014 aufgetauchte Gerüchte, dass die Studiobosse wollten, dass ‚Star Trek Beyond’/’Beyond Star Trek‘ mehr wie ‚Guardians of the Galaxy‘ sein solle, taten ihr Übriges und waren somit bestätigt. Zu guter Letzt distanzierte sich Pegg quasi von dem Trailer zu dem von ihm geschriebenen Film. Jetzt fehlt nur noch, dass er nicht zur Premiere des Films kommt.

Wenn diese desaströse Entwicklung so weiter geht, wird das Abramstrek-Abenteuer im Jahr 2016 enden und CBS steht bereits in den Startlöchern, um 2017 beim alten Trek – welches 2005 mit ‚Star Trek Enterprise‘ vorläufig geendet hatte – wiederanzuknüpfen und neue Abenteuer „dort, wo noch nie jemand zuvor gewesen ist“ zu starten.

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‚Der Lehrer‘ ist zurück

Veröffentlicht: 7. Dezember 2013 von mateschrank in Uncategorized

Die beiden besten deutschen Serien der vergangenen Jahre sind ganz klar ‚Der letzte Bulle‘ und ‚Der Lehrer‘. Letztere Serie setzte RTL nach nur einer kurzen Staffel von neun Folgen ab. Auch Preise wie der Deutsche Fernsehpreis in der Rubrik „Beste Serie“ 2009 sowie „Beste Comedyserie“ beim Deutschen Comedypreis im selben Jahr konnten daran nichts ändern. RTL schob „kreative Differenzen“ vor – doch es war klar: In ‚Der Lehrer‘ kommen sozialkritische Töne vor. Das war natürlich nichts für RTL, das zu 76,40 % zur Bertelsmann-Gruppe gehört. Nun ist ‚Der Lehrer‘ mit dem äußerst talentierten Schauspieler Hendrik Duryn als aus der Reihe fallender Lehrer Stefan Vollmer in der Hauptrolle nach mittlerweile schon vier Jahren Sendepause zurück. Doch es war ja klar: Die sozialkritischen Töne sind verschwunden, es geht nur noch um Sex, Alkohol und Peinlichkeiten. Mal sehen, ob es in den weiteren Folgen der zweiten Staffel auch so bleibt…

Die Ökonomie in ‚Star Trek‘

Veröffentlicht: 7. Dezember 2013 von theheartlandblog in Uncategorized

Ich habe ja eine grundlegende These zur Wirtschaft in ‚Star Trek‘. Die Gesellschaft der Zukunft ist eine sozialistische – das kommt teilweise in ‚Star Trek: The Original Series‘ durch, schon mehr in ‚Star Trek: The Next Generation‘ und hat seine Höhepunkt in ‚Star Trek: Deep Space Nine‘. Das Magazin ’slate‘ schließt sich meiner Meinung an – Lesetipp!

Matthew Yglesias: The Star Trek Economy: (Mostly) Post-Scarcity (Mostly) Socialism, slate.com 18.11.2013.